Home is where the WiFi connects automatically

Um es gleich vorweg zu nehmen: *Trommelwirbel* Ja, wir haben Internet in unserer Wohnung!

Da das ganze Hin und Her nun 2 Monate gedauert hat, bin ich immer noch total aus dem Häuschen. Das Leben ist ja so viel einfacher jetzt. Wahnsinn. Schnell mal Vokabeln nachgucken bei den Hausaufgaben, Google fragen was im Kino läuft oder einfach nur stundenlang Youtube Videos gucken. Netflix, ich habe Netflix vergessen. Meine Güte, das waren harte 8 Wochen ohne Serien. Puh, geschafft!

Bei all der Freude sehe ich auch gerne darüber hinweg, dass ich Samstag Morgen um 9 Uhr von den Movistar (Internet Anbieter) Menschen aus dem Bett geklingelt wurde. Unangekündigt versteht sich. Die Tatsache, dass ich erst um 3 Uhr nachts im Bett war, weil ich so spät in Lima gelandet bin und die zwei Wochen zuvor auf Grund der enormen Hitze in Kolumbien viel zu wenig geschlafen hatte, ließ mich an besagtem Samstag Morgen natürlich eher weniger freudestrahlend die Haustür öffnen. Völlig übermüdet stand ich also im sexy Schlabber-Look Schlafoutfit und top gestylten (…) Haaren an der Tür und guckte in 4 ausdruckslose peruanische Äuglein. Noch im Halbschlaf versuchte ich mein Gehirn auf Spanisch einzustellen, aber es gelang mir nicht. Nach einem „Moin…ähm…I mean Buenos Dias!“ schlängelten sich Vater und Sohn Movistar an mir vorbei und standen in der Bude.

Warum sie denn nicht vorher angerufen hätten wie vereinbart? Keine Antwort. Ich habe geschlafen, ob ihnen das nicht aufgefallen sei? Verzweifelt versuchte ich zumindest ein „Tut uns leid, dass wir dich geweckt haben“ aus dem Familienclan heraus zu kitzeln. Kurz überlegte ich, ob ich ausversehen Englisch oder Deutsch gesprochen hatte statt Spanisch. Ich wusste es nicht mehr, ich war einfach noch zu müde.

Naja, was soll’s, die schließen hier schnell ihre Sachen an, bauen die Dekoder für die Fernseher auf und dann sind sie weg. Kann ja nicht lange dauern, dann schlaf ich einfach später noch ne Runde.

Ihr ahnt es: ich hätte es besser wissen müssen. Ganze 3:50 Stunden hat es gedauert, bis das lang ersehnte WLAN Symbol auf meinem iPhone erschien. Die Geschehnisse dieses Zeitraums würden eine gute Kurzgeschichte ergeben. Von „Wir können hier heute kein Internet einrichten. Es fehlen die Leitungen“ (schon wieder??) über „Wir sind heute viel früher aufgestanden als du, stell dich nicht so an“ bis hin zum Sohnemann, der sich nach erfolgreicher Installation des Internets mit seinem Telefon in UNSER WLAN einwählt um seine Handy-Spiele zu aktualisieren (Hallo??!) war alles dabei. Aber ich belasse es nun dabei, schließlich funktioniert alles. 🙂

Wir haben also endlich unsere Sachen aus Hamburg, Internet und … ein Badezimmer was wir benutzen können! Da haben sie es also während unseres Kolumbien-Urlaubs tatsächlich geschafft das Wasser-Problem zu lösen. Was für ein Start ins neue Jahr! Wir können es auch selbst noch kaum glauben. Was die Ursache für die Überschwemmung war? Keine Ahnung. Wir haben nicht mehr gefragt und von alleine bekommt man ja sowieso keine Info. Aber auch das ist ja jetzt egal.

Nach mehr als 2 Monaten können wir jetzt also endlich anfangen uns einzurichten und aus der Wohnung ein zu Hause zu machen. Große Freude!

WLAN

 

 

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2 Gedanken zu “Home is where the WiFi connects automatically

  1. TOP ! … endlich angekommen. Deine Geschichten sind wirklich klasse; die Buchform nur die logische Folge.
    Gespickt mit Basics über die Stadt, und fertig ist der Lima-Führer für Expats.
    Hoffentich gibt es sowas nocht nicht. Ich googel gleich mal…..ist mit W-LAN ja so einfach 😉

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